Orthopädie

Die Orthopädie spielt in der Pferdemedizin eine zentrale Rolle und beinhaltet die Diagnostik und Therapie von Lahmheiten (Gelenk- und Sehnenerkrankungen), Erkrankungen der Wirbelsäule, Rückenbeschwerden und Rittigkeitsproblemen.

Bei der klassischen Lahmheitsuntersuchung wird das Pferd sowohl im Stand als auch in der Bewegung auf hartem und weichem Boden, auf der Geraden und auf dem Zirkel beurteilt. Sogenannte Beuge- und Provokationsproben werden angewendet um den latenten Schmerz zu verdeutlichen. Zudem kommen diagnostische Anästhesien (örtliche Betäubungen) zum Einsatz um die schmerzverursachende Region genau zu lokalisieren.

Im Anschluss sind meist bildgebende Verfahren notwendig um festzustellen ob und in welchem Ausmaß eine krankhafte Veränderung vorliegt.

Mit dem mobilen digitalen Röntgengerät ist es möglich sofort vor Ort im Stall alle knöcherne Strukturen darzustellen um eine exakte Diagnose zu stellen. Mittels Ultraschall können Weichteilstrukturen wie Sehnen, Sehnenscheiden, Muskeln, Bänder, Blutgefäße und Nerven sowie Knochenoberflächen und Knorpelschichten dargestellt werden.

Je nach Ergebnis dieser Untersuchungen kommen therapeutisch anschließend Gelenksinjektionen, ultraschallgeleitete Sehnen- und Gelenksinjektionen, sowie neue regenerative Therapien (Stammzellen, PRP, IRAP) zum Einsatz.orthopaedie_unten