Ophthalmologie

Bild1: Linsenluxation | Bild2: Tonometrie/Augeninnendruckmessung
Bild1: Linsenluxation | Bild2: Tonometrie/Augeninnendruckmessung

Eine Augenentzündung, egal welche Ursache dahinter steckt, sollte immer ernst genommen werden und darf auf keinen Fall unterschätzt werden. Wartet man zu lange, besteht die Möglichkeit, dass sich das Pferd das Auge bis zur vollständigen Zerstörung reibt bzw. juckt oder dass z. B. Bakterien oder ein erhöhter Augeninnendruck die Sehkraft zerstören.

Neben harmlosen fliegenbedingten Bindehautentzündungen und verstopften Tränennasenkanälen kommen in der Praxis auch häufig Verletzungen mit schlimmen, offenen Wunden am Auge und der Augenumgebung (Lidverletzungen, Hornhautverletzungen, Verletzungen der knöchernen Strukturen) sowie chronische Erkrankungen der Hornhaut und des inneren Auges vor.

Die Augenuntersuchung umfasst immer eine eingehende klinische Untersuchung des Auges und der Augenumgebung mittels Ophthalmoskop. Häufig sind zusätzliche Maßnahmen, wie Tonometrie (Augeninnendruckmessung), Ultraschalluntersuchungen und Laboruntersuchungen unerlässlich um eine klare Diagnose zu stellen. Relativ häufig ist die equine rezidivierende Uveitis (Periodische Augenentzündung oder Mondblindheit), auch der Augeninnendruck kann in diesem Zusammenhang erhöht sein.

Neben der umfassenden Diagnostik, ist, je nach Schweregrad der Erkrankung, eine konservative Intensivbetreuung von Augenpatienten mit Hornhautverletzungen, -entzündungen, Glaukom und Entzündung der augeninneren Strukturen, sowie die chirurgische Versorgung von Lidverletzungen vor Ort im Stall durchführbar.