Allgemeinmedizin

Impfungen bieten in der Regel einen zuverlässigen Schutz vor Infektionskrankheiten. Diese Möglichkeiten der Gesundheitsprophylaxe sollten daher nicht fahrlässig behandelt werden, sondern regelmäßig nach einem bestimmten Impfschema durchgeführt werden.

Die Tetanusimpfung muss in der Pferdehaltung als obligat angesehen werden, da die Infektionsgefahr durch die überall im Boden vorkommenden Erreger in Verbindung mit der hohen Sensibilität des Pferdes ständig vorhanden ist.

Die Impfungen gegen das equine Influenzavirus und das equine Herpesvirus sind generell sinnvoll, vor allem bei Pferden mit hohem Ansteckungsrisiko (viel Kontakt zu fremden Pferden). Es wird empfohlen alle Pferde eines Bestandes zu impfen, da dies den Vorteil hat eine geschlossene Impfdecke zu erzielen und das Streuen von Keimen zu reduzieren.

Für Turnierpferde besteht eine Impfpflicht gegen Influenza. Das regelmäßige Impfintervall beträgt 6 Monate +- 21 Tage. Nicht geimpfte Pferde sind auf Turnieren und Pferdeleistungsschauen nicht zugelassen beziehungsweise werden disqualifiziert und inzwischen sogar des Turnierplatzes verwiesen.

Die Tollwutimpfung wird bei Pferden mit Weidegang empfohlen, da es vorrangig auf der Weide durch einen Biss infizierter Fleischfresser zur Infektion kommen kann.

Allgemeine Untersuchungen und Gesundheitschecks inkl. Blutuntersuchungen werden dann angeraten, wenn das Pferd sich äußerlich zum Nachteil verändert hat, Leistungseinbußen oder Verhaltensänderungen zeigt (Muskelatrophie, stumpfes Fell, Apathie, usw.). Auch beim alternden Pferd können prophylaktische „Vorsorgeuntersuchungen“ auf noch nicht klinisch erkennbare, aber bereits bestehende Probleme aufmerksam machen.

Parasitenmanagement ist ein umfangreiches Thema. Das Spektrum der beim Pferd vorkommenden Strongyliden (kleine und große Palisadenwürmer) hat sich in den vergangenen Jahrzehnten markant gewandelt. Außerdem gibt es eine zunehmende Resistenz der Endoparasiten gegen die bekannten Entwurmungsmittel für Pferde. Um diesem Problem entgegenzuwirken, wurde in den letzten Jahren verstärkt nach anderen medizinischen Vorgehensweisen (selektive Entwurmung) als den bisher bekannten Methoden (strategische Entwurmung alle 3 Monate) zur Behandlung gegen diese Endoparasiten gesucht.

Bitte sprechen Sie mich an, um ein für Ihren Stall, Pferdegruppe oder auch nur einzelnes Pferd sinnvolles Entwurmungsprogramm festzulegen.